Geschichte

Durch Beobachtung der Sterne, der Sonne und des Mondes versuchte der Mensch schon früh, die Zeit zu bestimmen. Deutlich präziser war die Sonnenuhr, die vermutlich ab dem dritten Jahrtausend vor Christi benutzt wurde. Im neunten Jahrhundert kamen Kerzen zum Einsatz. Sie brannten in einer bekannten Zeit herunter und erlaubten so eine Zeitbestimmung auch bei Dunkelheit. Die mechanische Uhr ist erstmals im 14. Jahrhundert in den Geschichtsbüchern erwähnt. Die damals noch sehr großen Zeitgeber symbolisierten den Reichtum einer Stadt und fanden deshalb in Europa schnell Verbreitung. Lange Zeit benutzen die Menschen die deutlich günstigere Sanduhr weiter.

In der Neuzeit brauchten vor allem die Seefahrer sehr präzise Uhren. Nur so konnten sie - unabhängig von Landmarken - ihre genaue Position bestimmen. 1923 erfand John Harwoord die Automatikuhr, wenige Jahre danach entdeckte Warren Alwin Marrison die Eigenschwimmung der Quarzkristalle. Er schaffte so die Grundlage für die Quarzuhr. Der nächste große Schritt war die Erfindung der Atomuhr, die erstmals 1949 zum Einsatz kommt. Seit 1967 sendet die Atomuhr in Braunschweig über Langewelle ihr Signal in die Welt, und ermöglicht so sehr präzise Uhren an jedem Handgelenk.